Unternehmen

Geschichte der Hamburg Süd

1871

Altes Geschäftshaus der Hamburg Süd am Cremon in der Nähe vom Rödingsmarkt
Altes Geschäftshaus der Hamburg Süd am Cremon in der Nähe vom Rödingsmarkt

Der Anfang: Elf Hamburger Kaufleute, Reeder und Banker gründen am 4. November 1871 die Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts- Gesellschaft. Sofort startet ein monatlicher Dienst nach Brasilien, der einige Monate später auf den La Plata ausgedehnt wurde. Ob die Gründer sich vorstellen konnten, dass die Hamburg Süd einmal ihren 150. Geburtstag feiern würde?

1906

Die „Cap Vilano“ fährt acht Jahre im La-Plata- Dienst, bis sie infolge des Ersten Weltkriegs aufgelegt wird.
Die „Cap Vilano“ fährt acht Jahre im La-Plata- Dienst, bis sie infolge des Ersten Weltkriegs aufgelegt wird.

Mehr Tempo: Auf der Südamerika-Linie beginnt die goldene Zeit der Schnelldampfer. Mit neuen, modernen Schiffen wie der „Cap Vilano“ und der „Cap Arcona I.“ wurden Reisende, Post und Ladung nach Brasilien und Argentinien transportiert. Die Dampfer verfügen bereits über relativ große Kühlkapazitäten.

Gründerjahre & Zeit der Schnelldampfer

1914

group_st_history_03_1914_captrafalgar_1
Die „Cap Trafalgar“ ist das erste Schiff der Reedereigruppe, das drei Schornsteine besitzt.

Rasantes Wachstum: Seit ihrer Gründung ist die Hamburg Süd stetig gewachsen. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 fahren mehr als 50 Schiffe unter ihrer Flagge.

1920

Die „Cap Polonio“ in einem norwegischen Fjord
Die „Cap Polonio“ in einem norwegischen Fjord

Neubeginn I: Nach dem Totalverlust der Flotte durch den Ersten Weltkrieg nimmt die Hamburg Süd den Linienverkehr wieder auf. Im Lauf der 20er-Jahre erschließt sich die Reederei mit Passagierreisen ein neues, lukratives Geschäftsfeld. Das Traumschiff der damaligen Zeit ist die „Cap Polonio“, das mit Abstand größte und luxuriöseste Dampfschiff auf der Südatlantikroute.

1930

La Dolce Vita auf See: Luxus-Urlaub auf der „Cap Arcona“ in den 1930ern
La Dolce Vita auf See: Luxus-Urlaub auf der „Cap Arcona“ in den 1930ern

Weiteres Wachstum: Nach der Weltwirtschaftskrise geht es wieder aufwärts, und nicht nur die Handelsflotte der Hamburg Süd wächst kräftig. Auch das Kreuzfahrtgeschäft boomt.

1945

Das Stammhaus der Hamburg Süd wird durch Bomben im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.
Das Stammhaus der Hamburg Süd wird durch Bomben im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.

Absoluter Albtraum: Der Zweite Weltkrieg verändert alles. Die Hamburg Süd verliert 1945 ein zweites Mal ihre gesamte Flotte.

1951

Die „Santa Ursula“, der erste Neubau der Hamburg Süd nach dem Zweiten Weltkrieg, bei ihrer Jungfernfahrt
Die „Santa Ursula“, der erste Neubau der Hamburg Süd nach dem Zweiten Weltkrieg, bei ihrer Jungfernfahrt

Neubeginn II: Nach dem Krieg beginnt die Hamburg Süd wieder bei null. Doch mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland geht es schnell wieder aufwärts, und sie nimmt den Liniendienst in ihrem Kernfahrtgebiet von Europa zur Ostküste Südamerikas wieder auf. Unter den Schiffen ist auch die „Santa Ursula“, das zu der Zeit größte deutsche Handelsschiff.

1952

Rudolf-August Oetker Mitte der 60er-Jahre während einer Schiffstaufe in Paraguay
Rudolf-August Oetker Mitte der 60er-Jahre während einer Schiffstaufe in Paraguay

Neue Geschäftsfelder: Rudolf-August Oetker dehnt mit der Gründung der Reederei RAO (für Rudolf-August Oetker) das Geschäft innerhalb der Hamburg Süd-Gruppe auf die Trampschifffahrt aus. Die Hamburg Süd wird außerdem in der Tankschifffahrt aktiv und baut die Reefer-Kapazitäten ihrer Flotte weiter aus.

1955

Mit Kühlschiffen wie der „Polarstern“ festigt die Hamburg Süd in den 1960ern ihre Position als Reefer-Spezialist.
Mit Kühlschiffen wie der „Polarstern“ festigt die Hamburg Süd in den 1960ern ihre Position als Reefer-Spezialist.

Schifffahrtsbegeisterter Unternehmer: Rudolf-August Oetker, schon viele Jahre prägender Akteur und Teilhaber der Hamburg Süd, wird Alleininhaber der Reederei.

1957

The “Cap San Augustin” in front of the Manhattan skyline: In the 1960s, the ship sails on the Columbus Line between North America and Australia/New Zealand.
The “Cap San Augustin” in front of the Manhattan skyline: In the 1960s, the ship sails on the Columbus Line between North America and Australia/New Zealand.

Neue Linie: Nach langer Abwesenheit in diesem Trade start die Hamburg Süd einen neuen Dienst zwischen den Ostküsten Nord- und Südamerikas. Der Name: Columbus Line. Nur wenige Jahre später – 1963 – verbindet die Columbus Line nun auch Nordamerika mit Australien und Neuseeland.

Weiße Schwäne & Containerschifffahrt

1971

Die „Columbus New Zealand“.
Die „Columbus New Zealand“.

Revolution mit Standardmaß: Eine stählerne Box revolutioniert die Transportschifffahrt. Die Hamburg Süd nimmt die ersten drei Vollcontainerschiffe in Dienst. Die Schiffe der „Columbus“-Klasse verkehren künftig zwischen der US-Ostküste und Australien sowie Neuseeland. Die Containerisierung des Pazifik hat begonnen.

1980

Die „Monte Rosa“ (1.185 TEU), erster Containerschiffsneubau 1981 für die Südamerikafahrt, vor dem Hamburger Fischmarkt
Die „Monte Rosa“ (1.185 TEU), erster Containerschiffsneubau 1981 für die Südamerikafahrt, vor dem Hamburger Fischmarkt

Container auf dem Vormarsch: Die Hamburg Süd startet einen Vollcontainerdienst in ihrem Kernfahrtgebiet zwischen Europa und der Ostküste Südamerikas. Mit dabei ist die „Monte Rosa“, ein eigens für die Südamerikafahrt gebautes Vollcontainerschiff.

1998

Die „Aliança Europa“ gehört seit 1998 zur Flotte der Hamburg Süd.
Die „Aliança Europa“ gehört seit 1998 zur Flotte der Hamburg Süd.

Unter brasilianischer Flagge: Mit dem Kauf der Reederei Aliança baut die Hamburg Süd ihre starke Marktposition in Brasilien weiter aus. Die Aliança ist auf das innerbrasilianische Cabotagegeschäft konzentriert.

2000

Die „Monte Cervantes“ im Hamburger Hafen
Die „Monte Cervantes“ im Hamburger Hafen

Übernahmen und Flottenausbau: In den 2000er-Jahren übernimmt die Hamburg Süd eine ganze Reihe von Reedereien und erweitert die eigene Flotte: Die „Monte Cervantes ist 2004 das erste von zehn baugleichen Containerschiffen mit einer Kapazität von je 5.552 TEU. Es folgen insgesamt zehn Containerriesen der „Santa“-Klasse mit jeweils 7.100 TEU.

Ein modernes Logistikunternehmen

Video - Ein modernes Logistikunternehmen

2014

Die 2014 gebaute „Cap San Artemissio“ auf der Elbe bei Hamburg
Die 2014 gebaute „Cap San Artemissio“ auf der Elbe bei Hamburg

Globaler Carrier: Mit neuen Diensten zwischen Nordeuropa und Asien sowie zwischen Nordamerika und Asien steigt die Hamburg Süd jetzt konsequenter als bisher in das Ost-West-Geschäft ein. Eine weitreichende strategische Entscheidung, die die Hamburg Süd, die bis dahin hauptsächlich auf den Nord-Süd-Verkehren unterwegs ist, zu einem global agierenden Carrier macht. Etwa zeitgleich stellt die Hamburg Süd weitere Schiffe der neuen „Cap San“-Klasse in Dienst und verfügt damit nun über die weltgrößte Reefer-Kapazität.

2017

In den 1970ern lösen Container schrittweise die Stückfracht ab. Die Containerisierung revolutioniert die Handelsschifffahrt.
In den 1970ern lösen Container schrittweise die Stückfracht ab. Die Containerisierung revolutioniert die Handelsschifffahrt.

Eigentümerwechsel: Weltmarktführer Maersk kauft die Hamburg Süd, die als eigene Marke innerhalb des dänischen Logistikriesen bestehen bleibt – genau wie ihr Erfolgsrezept: der gute und persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern vor Ort.

2021

150anniversary_logo_colour_rgb

150. Geburtstag: Seit ihrer Gründung im Jahr 1871 hat die Hamburg Süd ein Stück Seefahrtgeschichte geschrieben – und schreibt schon an den nächsten Kapiteln.

Unsere Leistungen & Produkte heute

Weiterlesen
Reefer - Stay cool, we care!
Weiterlesen
Intermodale Dienste - Transport von Tür zu Tür
Weiterlesen
Spezialladung - Mehr als Standard
Weiterlesen