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Auf der „Polarstern“ wurde die zum damaligen Zeitpunkt modernste automatisierte Kühltechnik eingebaut. Die Attraktion zum Fototermin während der Jungfernfahrt waren allerdings zwei Königspinguine.
Kalt gemacht seit 1900
1. Juli 2019

Mit Remote Container Management (RCM) bietet die Hamburg Süd ihren Kunden heute neueste state-of-the art Reefer-Technologie. Schon vor rund 120 Jahren begann die Hamburg Süd, temperatursensible Ladung von Südamerika nach Europa zu transportieren.

Im Jahr 1900 dampfte die „Cap Roca“ erstmals mit wenigen Büscheln Bananen in einem kleinen Ladekühlraum über den Atlantik. Zu diesem Zeitpunkt war die Frucht noch ein exotisches Luxusgut in Europa. Rund 30 Jahre später war die Nachfrage nach Früchten aus Südamerika bereits so stark gestiegen, dass mehrere Fracht- und Passagierdampfer der „Cap“-Klasse teilweise für Kühltransporte umgebaut wurden. Mitte der 1950er-Jahre wurden für den Schnelldienst zwischen Europa und Südamerika „Cap“-Schiffe eingesetzt, die mittlerweile über Kühlräume mit einem Ladevolumen von 150.000 Kubikfuß verfügten – das entspricht einem Volumen von 63 40'-High-Cube-Reefer-Containern.

Ab 1961 setzte die Hamburg Süd auch die legendären „Cap San“-Schiffe für Kühltransporte ein. Ihre elegante Linienführung trug der Sechserserie den Beinamen „Weiße Schwäne des Südatlantiks“ ein. Außergewöhnlich waren aber vor allem die Kühlräume mit einem Volumen von 250.000 Kubikfuß – eine für die damalige Zeit enorme Größe. Die Temperatur in den Kammern ließ sich getrennt und je nach Ladung von +15 bis –20 Grad Celsius herunterregeln.

Mit der „Polarlicht“ und der „Polarstern“ baute die Hamburg Süd ihre Transportkapazitäten für temperatursensible Fracht ab 1964 weiter aus. Mit sechs zusätzlichen Neubauten der „Polar“-Klasse stieg sie 1967 schließlich zu Europas Reederei mit dem größten Kühlraumangebot auf. Die ersten Kühlcontainer kamen Ende der 1960er-Jahre zum Einsatz. Schon das erste Vollcontainerschiff der Hamburg Süd, die 1971 in Dienst gestellte „Columbus New Zealand“, setzte international Maßstäbe bei Reefer-Transporten. Das Schiff bot 553 Kühlcontaineranschlüsse und konnte knapp 300.000 Kisten Bananen über den Atlantik transportieren – zwölfmal so viel wie einst die „Cap Arcona“.

Neben der Nachfrage sind auch die Qualitätsanforderungen über die Jahrzehnte stetig gestiegen. Innovative Technik wie Controlled Atmosphere (CA) stellt heute sicher, dass die Bedingungen im Kühlcontainer exakt den Erfordernissen der jeweiligen Ladung entsprechen. Alle Daten werden nicht nur überwacht und dokumentiert, sondern sind dank Remote Container Management (RCM) bald auch während des laufenden Transports in Echtzeit abrufbar. Diese Entwicklung war vor rund 120 Jahren, als die Hamburg Süd mit der „Cap Roca“ in die Kühlschifffahrt einstieg, natürlich noch nicht abzusehen.



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